|
Der SKM Paderborn sieht sich seit seiner Gründung im Jahr 1912 verpflichtet, den Menschen, die straffällig geworden sind und/ oder sich ohne festen Wohnsitz in Paderborn aufhalten, Hilfen anzubieten.
In den ersten Jahrzehnten seiner Tätigkeit wurden diese Hilfen ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter des Vereins angeboten. Erstmals im Jahr 1965 wurde ein hauptamtlicher Mitarbeiter eingestellt, der die Hilfen der Ehrenamtlichen unterstützen konnte.
Mit Eröffnung des Prälat-Braekling-Hauses im Jahr 1980 hat der SKM Paderborn sein Hilfesystem für Alleinstehende in besonderen sozialen Schwierigkeiten (Straffällige, Nichtsesshafte, Obdachlose) stetig erweitert. Er kann heute diesen Hilfesuchenden mit einem umfangreichen und differenzierten Hilfeangebot Möglichkeiten zur Bewältigung ihrer Probleme aufzeigen, um für sich selbst wieder eine Zukunftsperspektive zu erarbeiten.
Das heutige Hilfeangebot besteht zunächst einmal aus einer schlichten Übernachtungsmöglichkeit, die der SKM durch Übernahme der Betreuung der städtischen Übernachtungsstelle in der Wollmarktstraße anbieten kann. Durch die Tagesstätte, die Beratungsstelle und zwei Wohngruppen bis hin zum sozialpädagogischen Übergangswohnheim sind weitere Hilfen möglich, die der Einzelne nach seiner freien Entscheidung in Anspruch nehmen kann. 1995 gründete der SKM Paderborn gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Paderborn den sozialen Betrieb RELUM-Recycling als gemeinnützige GmbH. Dieser Betrieb bietet Möglichkeiten und Hilfen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt an.
Die Erfahrungen in der Arbeit, die der SKM in den vielen Jahren seiner Tätigkeit sammeln konnte, machten u. a. deutlich, dass der Suchtproblematik bei vielen Menschen aus diesem Personenkreis eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden muss, soll die Hilfe effektiv sein. Aus diesem Grunde ist es z. B. unerlässlich, in der Übernachtungsstelle und in der Tagesstätte den Konsum von Suchtmitteln zu verbieten, um den Aufenthalt dort für alle Besucher sicher und erträglich zu gestalten. In den Wohngruppen und im sozialpädagogischen Übergangswohnheim besteht die Verpflichtung, sich bei einer festgestellten Suchtproblematik nach Umfang und Erfordernis helfen zu lassen.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen des SKM sind verpflichtet, sich gegenseitig zu informieren und zu unterstützen, um die Hilfeangebote optimal aufeinander abstimmen zu können. Ebenso ist hierzu die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen dieses Aufgabenbereiches unerlässlich.
Mit dieser Gesamtkonzeption wollen wir allen Interessenten und Förderern unserer Arbeit einen Überblick der Hilfen des SKM Paderborn für allein stehende Wohnungslose in besonderen sozialen Schwierigkeiten geben. Gleichzeitig möchten wir alle, denen die Not dieser Menschen nicht gleichgültig ist, aufrufen, unsere Arbeit mit Rat, Tat oder finanzieller Hilfe zu unterstützen.
|